Die Historie vom KUNSTWERK
"Das Leben erklärt sich im
Rückblick,
leben muss man
es vorwärts."
Anreas Baum
Gründer
KUNSTWERK
Rotes Krokodil
1992
Ich bin auf der Suche nach einem besonderen
Ort, um meinen Visionen eine Heimat zu
geben. Ich kenne jede leer stehende Fabrik,
jedes Militärgelände bewacht oder
unbewacht, alte Flugplätze, britische Kirchen,
Knäste und Kasernen, Bunker und
Wassertürme in der Region.
Eine Gralssuche die mich in die Welt der
Spekulanten und Investoren führte und mir
gleichzeitig die Tore der wunderbaren Welt
der Erlebnisse öffnen sollte.
1993
Das erfolgreiche Ende meiner beharrlichen
Suche verdanke ich dem ehemaligen
Mönchengladbacher Oberstadtdirektor
Helmut Freuen, der sofort Begeisterung für
unsere Visionen zeigte und stets ein offenes
Ohr für unsere spannenden Belange
anbot. Während seiner Amtszeit entstand
auch das Museum Abteiberg und er hatte
den richtigen Tipp:
"Das Gelände der in Konkurs geratenen
Lederfabrik Wickrath, vormals Zacharias
Spier".
Eine wahre Wunderwelt die sich hier für uns
auftat, Backsteinhallen und alte Kontore in
allen Formaten für unerschöpfliche
Erlebniswelten, keine Welt für Tagträumer
ein Paradies für Macher.
Die Wickrather Lederfabrik war eine kleine
Gerberei die zu einer der größten
Lederfabriken in Deutschland wurde.
Die Lederfabrik, damals noch eine von drei
kleinen in Wickrath ansässigen Gerbereien,
wurde im Jahre 1855 von Zacharias Spier
(1836-1901) übernommen. Schon 1864
folgte der Eintrag ins Handelsregister.
Dank guter Auslandsbeziehungen, zum
Beispiel in die USA, und dem Einsatz damals
modernster Technik war das Unternehmen in
der Lage sich stetig zu vergrößern und bald zu
einer der größten und einflussreichsten
Lederfabriken Deutschlands zu avancieren.
Einen Höhepunkt der Werksgeschichte stellt
die Gründung der Aktiengesellschaft 1889
und die damit verbundene Namensänderung,
in "Niederrheinische Aktiengesellschaft für
Lederfabrikation (vorm. Z. Spier)", dar.
In den 1950ern wurden, aufgrund der immer
geringer werdenden Nachfrage nach echtem
Leder, erste Teile der Produktion eingestellt
und auch die, um fünf Jahre vorgezogene,
Hundertjahrfeier konnte über die
offensichtlichen Probleme nicht
hinwegtäuschen.
Die Umwandlung in eine Lohngerberei als
überwiegend britisch geführte
Handelsgesellschaft 1974 war der letzte
vergebliche Versuch, das Unternehmen zu
retten. So meldete die Wickrather
Lederfabrik 1990 Konkurs an.
1993
Das Fest für den Kopf, die ersten Skizzen für
ein Event in der neuen Welt entstehen. Es
folgen Planungen für den Standort unserer
Agentur, im alten Kontors- und Lagerkomplex
entstehen Pläne für ein Hotel mit
angeschlossenen Manufakturen, Galerien
und Kunstwerkstätten, ein Literaten-Cafe
nach Wiener Art sowie das erste Promotion-
Museum der Welt…
…und anschließend ungebremst in die erste
Niederlage. Wir hatten es nämlich mit
Investoren und Eigentümern zu tun, die alles
hatten nur kein Geld aber davon eine ganze
Menge und da die auch noch aus Wuppertal
kamen gingen sie auch dort eines Tages über
die Wupper und mit Ihnen meine schönen
Pläne und Visionen für meine Erlebniswelt
am Niederrhein.
1994
Es wird still um die Wickrather Lederfabrik
und unsere Visionen vom Park der Erlebnisse
zerfließen im Tagesgeschäft der Agentur. Der
Osten lockt mit tollen Fabriken, Schlössern
und jeder Menge Subventionen.
"Die Last der Träume wiegen schwer".
1998
Inhaber der Firma Bofrost Josef Boquoi kauft
1996 das gesamte Gelände der Wickrather
Lederfabrik. In den Unterlagen der Vorgänger
liegt auch noch unser Konzept
"Erlebnisse für die Seele, Argumente für den
Verstand".
Wir präsentieren die Ur-Idee und stellen den
neuen Eigentümer vor die Wahl …entweder
Parkhalle für Anwohner oder
Veranstaltungsjuwel für die Öffentlichkeit…!
Unser Architekt André Grosch setzt unsere
Visionen in Bilder und Planung um.
1999
Wir sind wieder im Geschäft und im letzten
Jahr des alten Jahrtausend geht unser Traum
in Erfüllung, wir schließen konkrete Verträge
und einigen uns auf folgende Regelung:
Der Investor saniert von Grund auf und wir
investieren in das Innenleben, das Know-How
und die Ausstattung der Jahrhunderthalle als
Event-Halle sowie in die gegenüberliegenden
Gebäude als Agentur.
2000
Die Verträge werden für die ersten 10 Jahre
gezeichnet.
Ein Ort der Möglichkeiten soll es werden,
eine Verneigung vor der Arbeit und der
Vergangenheit sowie eine Hommage an die
Sinne. Das Werk als Erlebnisstätte für große
und kleine Kunst eben das KUNSTWERK.
Wir begrüßen unsere Mitarbeiter
Fadil Kurtovic in der Technik und Tobias
Meyer als Location - Manager und ich lerne
meinen heutigen Freund und Partner
Tobias Stenzel kennen.
Es beginnt eine erlebnisreiche Zeit geprägt
durch mein Arbeits- und Lebensmotto
"Die Erfahrungen der Vergangenheit sind
die Schätze der Zukunft"
2001
Im November 2001 öffnen sich zum ersten
Mal im KUNSTWERK die Türen für die
Öffentlichkeit.
Besucher und Medien sind begeistert und
feiern die neue Veranstaltungshalle als
"Phönix aus der Asche" und der Eigentümer
der Immobilie Josef H. Boquoi schreibt am
21.12.2001 in einem persönlichen Brief…
" Lieber Herr Baum, ich bin entzückt über das
gemeinsame Bauwerk. Sie machen einen
verdammt guten Job und ich stoße mit Ihnen
an auf eine gute Zusammenarbeit".
Wir sind angekommen…!
2003
Von der Idee zur Marke. Mein Herzenswunsch
war immer ein Theater zu betreiben, mit viel
Platz für kreative Ideen und Experimente. Im
Oktober 2003 eröffnen wir das Kabarett- und
Comedy-Theater im KUNSTWERK und geben ihm
den Namen "Das Rotes Krokodil" .
" Bissig und scharf soll es sein, über ein großes
Maul soll es verfügen, Zeichen soll es setzen,
Signale soll es senden und Krokodils-Tränen
sollen Sie lachen"!
Da ist es rot geworden, das Krokodil
Persönlicher Dank :
Kay Lorentz Kom(m)ödchen Düsseldorf, Wilfried
Schmickler, Volker Pispers, Konstantin Wecker,
Emil Stenzel, Gerd Klöcker. Philipp Baum,
Katharina Baum.
Verantwortlich für den Inhalt:
Andreas Baum
Mönchengladbach, den 24.10.2011


